12.06.2009

Nur wenige Minuten nach der Schule ging es für unsere Darsteller an diesem Freitag in ihre eigene ArbeiterIntensivZelle. Ein neuer Drehort, ein neues Handlungskapitel, ein neues Tonaufnahmegerät und ein neuer Darsteller, die Zeichen standen gut für den melancholisch depressiven Dialog zwischen Vater und Sohn. Zwei Wochen mussten wir warten auf das Aufnahmegerät, das leider auch noch einen Umweg über Erfurt nahm, da sich der Verkäufer die falsche Adresse bei Ebay raussuchte. Diese zwei Wochen wurden dann intensiv genutzt, um die neue Kulisse für den zweiten Handlungsabschnitt des Drehbuchs einzurichten.
Thomas Wambolt verkörpert von nun an Mark Mager, den kleinen 11-jährigen Jungen des BioBauern Markus Mager(Jonathan Kühn) und der BioBäuerin Marka Mager(Anne Jekien). Jonathan Kühn drehte nach einjähriger Drehpause glücklicherweise wieder mit uns. Sein und auch das Schauspiel von Thomas Wambolt verliehen der Szene eine fesselnde Traurigkeit. Keiner, der hinter der Kamera mit der Technik beschäftigt war, konnte sich der Vater-Sohn-Tragik dieses Schauspiels entziehen, auch wenn über unserem Studio Jugendliche chinesisches Tischtennis spielten und uns schon der Deckenputz auf die Nase rieselte. Öfters mussten wir den Take wiederholen oder sogar abbrechen, weil dumpfe Störgeräusche oder äußerst unpassende Fäkalrufe von der Decke ins Mikrofon schallten. Ab 18 Uhr hatten wir jedoch unsere Ruhe, da es die Jugendclubbesucher dann zum Wittenberger Stadtfest zog.
Am Ende des Tages waren wir dann sehr stolz auf das Vollbrachte und darauf derart authentische Darsteller im Film zu haben.

Das Drehteam vom 12.06.09 - (v.l.) Jonathan Kühn, Thomas Wambolt, Gregor Tallig, Fabian Kirsch und Betti Wartke
















 Vater (Jonathan Kühn) und Sohn (Thomas Wambolt) als AIH-Insassen















 

Ein verzweifelter Vater mit seinem traurigen Kind