05.07.2009

Man könnte meinen, es wäre viel sich für einen Drehtag zwei Szenen vorzunehmen, aber wir nahmen uns für diesen Tag nicht nur zwei Szenen, sondern zwei Szenen mit insgesamt 35 Einstellungen vor. Dabei dauerte die längste unter ihnen ganze 19 Minuten. Die meisten aber auch nur ungefähr eine Sekunde. Angesichts dieses hohen Pensums brauchten wir immerhin nur 10 Stunden um alles umzusetzen, was wir uns zur Aufgabe stellten. Insgehgeim glaubte niemand daran, wirklich alles zu schaffen. Vor allem unser Kamerastativ wehrte sich gegen 35 maligen Platzwechsel, in dem es von Einstellung zu Einstellung weiter auseinander zu fallen drohte. Zwischendruch konnte man durchaus mal eine Schraube der Stativ-Mittelspinne auf dem Studioboden finden.

(v.l.) Fabian Kirsch und Gregor Tallig bringen die Kamera in Position















Sogar den Arbeitplatz von Herrn Weerstand (Florian Göbel) besuchten wir für einige Einstellungen wieder. Da es auch wirklich nach echter Putzarbeit aussehen sollte, immitierten wir auch echt dreckiges Putzwasser mit allem, was so an Dreck zur Verfügung stand. Eine Szene weiter musste er aber schon wieder fein rausgeputzt sein, denn immerhin stand das verabredete Abendessen mit Familie Magers vor der Tür.

 Der herausgeputzte Herr Weerstand (Florian Göbel) mit unserer unwiderstehlichen Tontechnikerin Betti Wartke



















Wie geschrieben, 19 Minuten musste Florian Göbel drei alltägliche Tage der Hauptfigur Merlin Weerstand in der AIH am Stück darstellen. Diese Einstellung brauchte dann schon drei Anläufe ehe sie auch wirklich klappte, einmal wollte sich die Schranktür, hinter der sich die Berufsbekleidung befand, nicht öffnen lassen. Der widerspenstigen Tür, die schon nicht mehr über Türknäufe verfügte, steckten wir dann eine Schere in ein schon vorhandenes Loch, wodurch sie sich dann wie von allein öffnen ließ.
Mit dieser Einstellung und einigen Gruppenfotos endete dann auch der 10-stündige, anstrengende, aber lohnende Drehtag.

Das Gruppenfoto - wenn der Selbstauslöser zu früh kommt (v.l. Betti Wartke, Gregor Tallig, Fabian Kirsch, Florian Göbel)