24.07.2009

Auf ein Neues! 17 Stunden nach dem letzten Drehtag standen wir wieder dort, wo wir aufgehört hatten. 7 Uhr morgens, so dachten wir, werden wir wohl ohne störende Nebengeräusche unsere ruhigen, traurigen Aufnahmen machen können. Wir schmissen sogleich unsere Kamera an und eine Putzfrau im Treppenhaus ihren Staubsauger. Da war es wieder, das beliebte, lang ersehnte Störgeräusch in den Kopfhörern unserer Tontechnikerin. Zum Glück dauerte es diesmal nur wenige Minuten und zum Glück bestätigte sich auch die Annahme, dass man am Morgen wesentlich ungestörter drehen kann als am Nachmittag.

Der Darsteller (Jonathan Kühn) bekommt den Text für die nächste Einstellung gezeigt








 







Eine Träne nach der anderen verließ die Augen der Darsteller (Jonathan Kühn und Thomas Wambolt) und eine Zwiebel nach der nächsten musste rollen für die echte Dramatik. Die Szene hatten wir uns dramatisch vorgestellt, aber das Schauspiel, das wir bekamen, war noch besser und theatralischer als wir es erwartet hatten. Gleich nach dem "Bitte" war die Stimmung wieder da, so wie noch in der Aufnahme zuvor.

 Das musste die perfekte Aufnahme werden - Take 111 wurde noch nie an unserem Set geschlagen














 

Unser Kraftpaket Thomas Wambolt





















Dass wir uns sieben Stunden Zeit nahmen, um die Szene zu vervollständigen, bewährte sich wie wir - als wir bei Drehende auf die Uhr sahen - feststellten. 13 Uhr war es, so blieb uns noch eine Stunde, um alles im Flur ungeschehen zu machen und für unsere folgenden Drehtage in Globig unsere sieben Sachen zu packen. Als dann die Autos beladen waren und der Abschied nicht mehr weit war, stellte sich die Traurigkeit bei Betti Wartke und Alexandra Haberland ein, die ihren letzten Drehtag miteinander hatten. Es war voraussichtlich auch das letzte Mal Studiodreh für unsere Betti, denn ob sie zu den Drehterminen im August während ihres Praktikums Zeit finden kann, steht noch in den Sternen.

 Hier werden sich Zwei ganz besonders doll vermissen