10.08.2009

"Wir sehen dich spätestens zur Premiere dann wieder, ok?" Gut, dass wir "spätestens" gesagt hatten, als wir Juliane Filter am Sonntagabend, den 02.08.09, wieder in die große freie Welt der nicht Filmbeteiligten entlassen wollten. Eine Woche und einen Tag später standen wir nämlich wieder an unserem Drehort in Globig, mit dem wir eigentlich schon längst fertig sein wollten. Wieder standen wir auch vor dem Helligkeitsstreifenproblem unseres Videoaufnahmegeräts, und auch standen wir wieder kurz vor einem Unwetter. Was war also anders? Nunja, auf jeden Fall das Datum.

Fabian Kirsch aktualisiert die Klappe





















Anders war auf jeden Fall aber auch, dass wir nach jeder Einstellung die Aufnahmen darauf prüften, ob schon verwendbare unter ihnen waren. War dies der Fall, gingen wir zur nächsten Einstellung über. Diese Vorsicht musste sein, schließlich wollte wir uns nicht wieder einen Strich von unserem Aufnahmegerät durch unsere Rechnung machen lassen. Wir wollten Kreuzchen auf der Szenenübersicht.
Leider hatten wir auch nicht so viele Helfer wie noch eine Woche zuvor, da diese diesmal alle in irgendeiner Hinsicht mit Schule beschäftigt waren. Genau genommen hatten wir niemanden, bis auf unsere Darstellerin, die nun eben auch mal die Klappe schlagen musste, wenn es denn nicht anders möglich war.

 Gregor Tallig an der Kamera





















Auch nach unserer Steadicamfahrt überprüften wir natürlich unsere Aufnahmen, denn gerade hier vermuteten wir das verstärkte Auftreten sogenannter Helligkeitsstreifen. Und tatsächlich, da waren sie wieder. Ganz unschuldig wirkend gingen sie wieder ihrer alltäglichen Beschäftigung nach - über den Bildschirm flackern. Daraufhin probierten wir gleich alle für uns vorstellbaren Möglichkeiten aus, diesen Übeltätern auf die Schliche zu kommen. Nichts half, die Streifen schienen völlig losgelöst von jedem nur erdenklichen physikalischen Ereigniss aufzutreten. Einmal traten sie auf als wir uns bewegten, beim nächsten Mal dann kreativerweise als wir stehen blieben. Kein Problem, lassen wir das Gerät nicht mit uns herumspielen, filmen wir erstmal alle anderen Einstellungen. Gesagt, gefilmt - hätte das Wetter nicht auch noch einen Einwand gehabt. In der vorletzten Einstellung hatten wir auf jeder Tonspur dann schon ein angsteinflösendes, dumpfes Donnergrollen, das, betrachtete man den Himmel hinter unserer Darstellerin, von Gewitterwolken kam, die nicht mehr lange auf sich warten ließen. Als dann der erste Tropfen fiel, räumten wir alles hysterisch in den Stall neben uns, was sich auch nicht als übertrieben erwies.
Im strömenden Regen verließen wir also unseren Drehort wieder, mit dem Ärger darüber, dass es eigentlich erst später anfangen sollte zu regen und dass wir nun, wenn das Wetter denn auch mitspiele, es am nächsten Tag noch einmal probieren müssten.

Juliane Filter beim Schminken am Spiegelbild der Tür