22.02.2009

Andreas Dresen brachte das Filmemachen in einem Interview auf den Punkt, es gibt zwei Möglichkeiten wie man zu seinem Film kommt. Entweder er fällt einem einfach zu und alle Idee sind überraschenderweise ohne Probleme umsetzbar, oder der Streifen will erkämpft werden. Monokultur ist garantiert ein Projekt, das erfochten werden will. Darauf ließ jüngst dieser Drehtag schließen.

Eigentlich war der Dreh recht gut vorbereitet, dafür, dass es eigentlich nur ein paar Treppenhausaufnahmen werden sollten, die die Szenen "a" und "b" komplementieren. Wir hatten in der Woche auch alle Anwohner um Dreherlaubnis gebeten und diese auch in allen Fällen bekommen.
Aber dafür, dass wir eine etwas kompliziertere Kamerafahrt durchführen wollten, kannten wir den Drehort dann doch zu schlecht. Denn letztendlich war es nur der Abstand zwischen den Treppen, der einfach zu eng war, als dass sich die Kamera durch ihn hätte abwärts bewegen können. Irgendwie funktionierte diese Fahrt aber doch, nur nicht zufriedenstellend, da das Bild stark verwackelt war. Geschlagene 4 Stunden brachten wir dann damit zu, die Kamerafahrt so umzusetzen wie sie gedacht war, und das auf Kosten unserer Darstellerin Juliane Filter, die immer wieder die Treppen mit ihren Koffern hinunterlaufen musste. Am Ende hatten wir kaum noch Zeit, für Szene "a" das Treppenhaus zu filmen, denn draußen wurde es immer dunkler.
Trotzdem war es sehr erfreulich die geschnittenen Szenen dann zu sehen. Auch trotz misslungener Kamerafahrt ist das Ergebnis dann doch sehr schön geworden, wodurch die Erfahrung in Zukunft vor dem Dreh eine Drehortbesichtigung, auch für eigentlich bekannte Orte, unbedingt zu machen, nicht weniger Beachtung finden wird.

Gutmütiger Blick trotz anstrengendem Dreh (Florian Göbel)




















 Unsere Seilkamerakonstruktion - die Kamera ist dabei wohl das kleinste Element gewesen (ganz unten)